21.10.04

Europe's leading newsmagazine now in English

Europe's leading newsmagazine SPIEGEL ONLINE starts now in English. I am looking forward to see how they will succeed and how the whole project will go.
During my time abroad I realized how good SPIEGEL ONLINE is compared to a lot of other news sites in other countries.
Good luck then.

Posted by Karsten at 23:24 | Comments (0) | TrackBack

20.10.04

Fertig mit der TU München

Geschafft. In ziemlich genau 5 Jahren (9. November 1999 - 19. Oktober 2004) habe ich mein Informatikstudium an der TU München absolviert. 10 Semester, davon 2 im Ausland (Singapur und Australien) und einem Diplomschnitt von 1,8.
Die Profs an der TU waren gut, die Betreuung unter aller Sau. Ich finde es faszinierend wie wenig sich die Professoren um die Studenten gekümmert haben, aber egal.
Am erschreckendsten fand ich es im Vorfeld meines Singapuraufenthaltes, als ich Professorengutachten brauchte. Einige haben sofort abgelehnt, da sie so beschäftigt seien. Und die anderen haben es dann geschrieben ohne mich ein einziges Mal gesehen zu haben.
Das Auslandsamt hatte nie eine Ahnung und einmal kam eine Email direkt von der Uni Singapur, mit dem Hinweis, dass sie schon seit Wochen auf ein paar Antworten warten. Die Fragen waren zum Glück angehängt und hätten uns vom Auslandamt schon seit langem weitergeleitet werden sollen. Und Singapur hatte wohl schon mehrmals nachgefragt ohne eine Antwort zu bekommen.
Saustall ist wohl das passendste.
Am arschigsten fand ich den berühmten Professor Bayer, der ja die B-Bäume erfunden hat. Bei meiner mündlichen Vordiplomsprüfung hat er mir nicht guten Tag gesagt, kein Hallo, nichts. Nur:"Personalausweis und Studentenausweis bitte." und gleich danach: "Was für Adressierungsarten gibt es bei Assembler, schreiben Sie das mal hin!"
Da fühlt man sich richtig ernst genommen und menschlich klasse behandelt. :(
Der grösste Etikettenschwindel der selbsternannten Eliteuni ist der Campus Garching. Denn es ist weder ein Campus noch was tolles, denn:

  • Ein Campus besteht nicht nur aus Unigebäuden in der Pampa. Wenn ich an den Campus in Singapur oder von UCLA denke, dann gehört zu einem Campus Wohnheime, Supermärkte, eine Bibliothek die länger als 13 Uhr in den Ferien auf hat, Schreibwaren und Bücherläden, Sportplätze, funktionierender Nahverkehr, Beschilderungen, ...
  • Sonntags fährt ein Bus hin (13 Uhr) und einer zurück (17 Uhr), sonst nichts.
  • Es gibt ein paar Fakultäten, aber nirgends einen Übersichtplan. Wenn man im oder vor dem einem Fakultätsgebäude ist, steht nichts darüber welche Gebäude es auf dem Campus gibt und wo man hin muss. Nur in den Gebäuden gibt es Beschreibungen über das Gebäude. TOLLL!!!!
  • ....

Das einzig coole war und ist die Sunhalle. Ich bemitleide alle, die noch länger dort hinmüssen, ich bin froh raus und fertig zu sein.

Posted by Karsten at 22:59 | Comments (4) | TrackBack

DHP Prüfungsprotokoll: Technische Informatik bei Prof. Gerndt

Dies ist mein Prüfungsprotokoll zu Info 2 (Technische Informatik) bei Prof. Gerndt.
Meine Prüfungsfächer waren dort
Betriebssysteme - Baumgarten WS 00/01
Rechnernetze - Hegering WS 01/02
Verteilte Anwendungen - Schlichter SS 02
Elektronisches Publizieren: Online-Publizieren im World-Wide Web - Brüggemann-Klein WS 01/02

1. Fach: Betriebsystem (Prof. Baumgarten)
P: Stellen Sie die zwei grundlegenden Betriebsystemarte vor.
I: Monolitisches und Mikrokern. Unterschiede, Vor und Nachteile, ...
P: Beispiel für beide.
I: Mach für Mikrokern, wird in MacOS X verwendet. (was Gerndt nicht wusste, aber der Beisitzer bestätigt hat), Monolitisch Windows oder Unix.
P: Haben Sie Mach in der Vorlesung gemacht?
I: Nein. (mmhh. ehrlichgesagt war ich nie in der Vorlesung, aber egal)
P: Für welche Rechnerarchitektur ist Mikrokern gut?
I: Embedded System, weil man sich da aussuchen kann, was man wirklich braucht. (Danke Guying für den Tip!)
P: Machen Sie zwar keine Rechnerarchitektur, aber für welche Art vom parallelen Computing ist Mikrokern gut?
I: Message-Passing-Multicomputer, denn genau dort kann man die Server-Prozesse in verschiedene Computer legen. (Nochmals danke Guying für den Tip!)
P: Wie sieht es mit CPU-Verwaltung aus?
I: Habe mit Prozessen angefangen, um dann auf das Scheduling zu kommen, strukturiert nach Batch, Interaktiven und Echtzeit. Round-Robin und Prioritäten genauer erklärt.
P: Nach welchen Kriterien wählt man eine Schedulingstrategie aus?
I: Batch: Durchsatz. Interaktive: Antwortszeit.
P: Was ist das beste Scheduling bei Batch?
I: Shortest Job Next oder Shortest Remainig Time.
P: Was ist ein Thread?
I: bla, bla, Benutzerraum oder Kern, Vor und Nachteile jeweils.
P: Wie können Prozesse miteinander kommunizieren?
I: Speicher, Dateien, send-receive, ...
P: Wie läuft das mit der Kommunikation über den Speicher?
I: ????

2. Fach: Verteilte Anwendung (Prof. Schlichter)
P: Wie kommuniziert man bei VA?
I: RPC, MessagePassing, Corba, ...
P: Erklären Sie mal RPC, erzählen Sie was zu Corba, wie funktioniert es, was soll der Programmierer machen?
I: Erklärt, Stubs und Skeletons, automatisch erzeugt.
P: Was ist RMI,
I: RPC in Java.
P: Wie macht man das? was braucht man? wie heisst der Befehl?
I: ist alles im JDK mit drin. Befehl: ??? (heisst rmic)
P: Welche Unterschiede zwischen Corba gibt es?
I: Spracheunabhängigkeit.
P: Wie wird es realisiert?
I: Durch IDL, es gibt für bestimmte Sprache entsprechendes Programm, das Stubs und Skeleton erzeugt.
P: Was für Unterschied gibt es noch?
I: dynamische Schnittstelle in Corba, man sucht in Interface Repository nach den Methodnamen oder Eigenschaft, bekommt man die Parameterstruktur, das Methode wird dann durch die einzige dynamische Schnittstelle aufgerufen.
P: Welche Services bietet CORBA?
I: name, transaktion, persistence, ...
P: Was bedeutet eine Transaktion?
I: ACID erklärt.
P: 2-Phase commit? wie realisiert man das?
I: erklärt

Rechnernetze und Elektronisches Publizieren kam nichts dran.

Alles in allem eine nette Prüfung mit zumindest ein paar Standardfragen. Note: 1,3
Zusammenhänge sind wichtig. Gefallen hat ihm eine Struktur in den Antworten. Mit möglichst allen Schlagworten und allen erdenklichen Gebieten.
Rechnerarchitektur ist ihm was wichtiges, daher auch die Querfragen zu seinem Gebiet auch wenn man selber kein Rechnerarchitektur gehört hatte. Das Protokoll gibt nicht alle Fragen wieder. da waren noch mehr, aber die habe ich vergessen.
Gerndt nickt immer, wenn ihm etwas gefällt was gut ist und einen bestätigt im erzählen.

Posted by Karsten at 22:23 | Comments (1) | TrackBack

13.10.04

DHP Prüfungsprotokoll: INFO3 bei Prof. Mayr

Dies ist mein Prüfungsprotokoll zu Info 3 (Theoretische Informatik) bei Prof. Mayr.
Meine Prüfungsfächer waren dort:
Automaten, Formale Sprachen, Berechenbarkeit I - Kindler WS 01/02
Effiziente Algorithmen und Datenstrukturen - Steger WS 01/02
Algorithmische Bioinformatik I - Heun WS 01/02

EAD Fragen:
Was für Datenstrukturen haben Sie gemacht?
Was für Paradigmen gab es für die Algorithmen?
Divide-and-Conquer genau erklären mit Unterschied zu Dynamischer Programmierung, das ganze am Beispiel der Fibonacci Zahlen.
Wie kann mann Fib. Zahlen am Schnellsten berechnen?
Suchbäume? unterschied von AVL und a,b-Bäumen? jeweils: Max. Blätter? Min. Blätter? Operationen. Wofür steht AVL? ...
Was ist ein minimaler Spannbaum? Algorithmen? Laufzeit? Welche Art von Algorithmus? ...
Rekursion bei BFPRT?
... irgendwelche anderen Fragen zu EAD, insgesamt ca. 20 Minuten

A,FS,B:
Chomsky Hierarchie? Wer war Chomsky?
Echte Teilmengen der Sprachklassen zeigen! Beweis bei CH-0, aber nicht CH-1 (siehe Hopcroft Buch), sonst einfach nur die Klassiker a^n b^n ....
Gibt es Sprachen, die nicht in der Chomsky Hierarchie passen?
Codierung? nach welchem Mathematiker benannt -> Kurt Gödel
unterschied rekursiv, entscheidbar, aufzählbar?
weiter Fragen bei Berechenbarkeit :( ...

BIO:
Wieviele Aminosäuren? DNS Basen?
Alignment erklären!

Prof. Mayr ist ein toller Prüfer. Lockere und entspannte Atmosphere. Teils will er es sehr genau wissen, teils erzählt er einem den Rest, wenn die richtigen Stichworte gefallen sind und er das Gefühl hat, dass man es versteht.
Bei EAD scheinen ihm sehr die Suchbäume zu gefallen. Bei AFSB eher die CH-0 Klasse.
Leider war ich bei Bio etwas blank. grad was die Biosachen anging.
Note: 2.0 (nachdem ich nachfragte ergab sich folgende aufschlüsselung: EAD:1.0; AFSB: 2.0; Bio: 4.0)
geht in Ordnung, auch wenn es sehr ärgerlich ist, da 20 min EAD dran war, dann 10 min AFSB und Bio erst in der Nachspielzeit kurz drankam.
Naja, rum ist und gut.

Posted by Karsten at 09:54 | Comments (0) | TrackBack

11.10.04

GMX powered by Tomcat

Just encountered an error at GMX (big WebMail Provider) and stumbled across a Tomcat error.
So I got the information that they are using:
Apache Tomcat/4.1.24-LE-jdk14
Nice. I wonder what other open source products they are using?
The only thing I can tell from the website is, that they are using CoreMedia which seems to get quite popular in Germany. Isn't BILD also using CoreMedia?

Posted by Karsten at 17:30 | Comments (2) | TrackBack

10.10.04

DHP Prüfungsprotokoll: Mathe bei PD Brieden

Die ist mein Prüfungsprotokoll zu meiner Nebenfach Mathematik DHP Prüfung an der TUM bei PD Dr. Andreas Brieden.
Prüfungsfächer:
Lineare Optimierung - Gritzmann SS 03
Kombinatorische Optimierung - Tinhofer WS 01/02
Spieltheorie - Schlee SS 03

1) Lineare Optimierung
P: Sind Sie der Meinung, dass ihre VO Anwendungsbezug haben
A: ja
P: Dann schauen Sie mal dort auf die Karte (gefärbte Äcker um eine Stadt rum)
Modellieren Sie mal die Neuzuteilung der Felder als Optimierungsaufgabe!
A: F = Anzahl der Felder 1<=j<=F; L = Anzahl der Landwirte 1<=i<=L; b(i) Bestand des Landwirtes i; g(j) Grösse des Feldes j
Summe 1 bis F über g(i) * x(ij) = b(i) , 1<=i<=L
x(ij) element von {0,1}, x(ij) = 1, falls Feld j Landwirt i zugeteilt wird, sonst 0
Summe über alle Felder j von x(ij) <= 1

2) Lineare Optimierung
P: Ist das ein LP?
A: naja, da kam ich ins schleudern, hatte mir das bisher nur mit der linearen Zielfunktion gemerkt, die ja hier nicht gegeben ist.
ah, Nebenbedingungen müssen linear sein.
P: Sind sie das hier?
A: mh. Keine Ahnung, da nichts quadratisches wohl linear (?)
mit massiver Hilfe bin ich dann draufgekommen, dass x e {0,1} nicht linear ist. (Alles in allem grosser Kapitalfehler meinerseits)

3) Lineare Optimierung
P: Erklären Sie Simplex
A: Basislösung – Ecke zu Ecke – Basisaustausch – bis Lösung optimal
P: Laufzeit?
A: allgemein gut da polynomial, aber exponetiell Möglich
P: Beispiel?
A: Würfel von Kleen-Minty
P: Wann sind bei einem ganzzahligen Problem die Ecken auch ganzzahlig?
A: wenn die Matrix A total unimodular ist
P: Definition von unimodular und vollständig unimodular?
A: Def. erklärt
4)
P: Wie beweisst man jetzt dass die Ecken auch ganzzahlig sind?
A: Das ist ein Satz aus der VO. Beweis k.A.
dann wollte er mich unbedingt durch den Beweis führen. Naja, nicht so der Hit.

5) Kombinatorische Optimierung
P: Branch and Bound?
A: Schön erklärt am Beispiel mit Ganzzahligen Lösungen. Branch durch x1 wird beschränkt durch obere und untere Ganzzahl der Optimallösung (obere und untere Gaussklammer), danach neue Optimallösungen mit z.B. Simplex berechnen und dann x2 durch die nächsten ganzzahligen Werte beschränken, ...
P: Da war ja nur Branch, nicht Bound!
A: Bound wird da durch Simplexlösung vorgegeben. Allgemein exponentiell viele Unterscheidungen möglich.
P: Müssen die Schranken ganzzahlig sein oder egal?
A: k.A., aber eher egal. Wenn ich in etwas reinlaufe, wo zwar Schranke ok war, aber es dann keine Lösung mehr gibt, merke ich das irgendwann und kann dann in einen anderen Ast übergehen (k.A. ob das richtig ist. Er hat auf alle Fälle sehr kritisch geschaut und es mir am Schluss als dickes Minus angerechnet)

6) Kombinatorische Optimierung
P: Erklären Sie Greedy
A: (Endlich mal was schönes aus KOPT) Ich holte aus über Unabhängigkeitssysteme, allgemeines KOP (c(U) -> Max)
dann Greedy Alg. hingeschrieben, Matroid erklärt, mit lr = ur, wie das bei Matchings nicht gilt, aber bei Spannbäumen.
(Hier hätte ich noch Stunden weiter erzählen können.)

Spieltheorie kam nichts dran, aber das war ja bei einem Optimierungs PD abzusehen. Schade, da es eine interessante VO war und mal was anderes, aber egal.

ENDE

Prüfer war eigentlich ganz nett, nur die Fragen nicht so wirklich. Da merkte man, dass die jungen Karriereprofs etwas anspruchsvoller sind. ;)
Mit viel „Augenzudrücken“ gab es noch eine 3.0, Anfang war gut, dann ein paar Schnitzer und dann wieder gut bei KOP. (O-Ton)
ich selber hätte mir das folgende gegeben: 1) – 2.0; 2) - 5.0; 3) – 1.7; 4) – 5.0; 5) – 2.3; 6) – 1.0
Da ich das Führen von Beweisen nicht angemessen für eine Nebenfach Mathe DHP halte, hätte ich mir also eher was besseres gegeben. 2.7 oder so, aber ok, da ich ja auch einmal echt gepatzt hatte geht das mit der 3.0 schon in Ordnung. Danke an den Beisitzer, der sich wohl für mich ausgesprochen haben muss, da ihm meine Ausführungen zu KOP gefallen haben.

Posted by Karsten at 22:49 | Comments (1) | TrackBack